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Die Qualitative Zwischenevaluation (QZE): Während des Semesters ein wertvolles Feedback aus Sicht der Studierenden erhalten

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Aus der Reihe: Schriften zur Hochschuldidaktik. Beiträge und Empfehlungen des Fortbildungszentrums Hochschullehre der Friedrich-­Alexander Universität Erlangen-­Nürnberg.

Dirk Jahn & Christa Baldioli, FBZHL, Universität Erlangen-Nürnberg

Wir freuen uns, mit diesem Beitrag wieder eine an der FAU erprobte Methode vorstellen zu dürfen: Die „Qualitative Zwischenevaluation (QZE)” wird in dem Bericht ausführlich beschrieben; ergänzt wird die Darstellung durch einen Erfahrungsbericht von Prof. Ernst am Institut für Philosophie der FAU und, ein Interview mit einer beteiligten studentischen Moderatorin und einFotoprotokoll aus einer Moderatorenschulung.

Einführung

Evaluationen von Lehrveranstaltungen sind aus vielen Gründen sinnvoll. Beispielsweise zeigt die Lehr-Lernforschung, wie wichtig Evaluation der eigenen Lehre ist, um evidenzbasiert didaktische Entscheidungen treffen zu können. Aber auch Akkreditierung und Qualitätsmanagement fordern regelmäßige Evaluationen, um etwa die Umsetzung von Bildungsqualitätsstandards beleuchten zu können.

Bei der Lehrveranstaltungsevaluation hat sich v. a. die summative, schriftliche, überwiegend quantitative Evaluation am Ende des Semesters etabliert, die häufig keinen großen Freiraum für individuelle Anmerkungen der Studierenden ermöglicht. Spätestens nachdem die Studierenden den Dritten aus einer Vielzahl an Fragebögen am Ende des Semesters ausgefüllt haben, sinkt die Teilnahmebereitschaft deutlich. Studierende sind oft auch deshalb „evaluationsmüde“, weil sie selbst von ihren Beiträgen nicht mehr profitieren. Aber auch die Lehrenden haben wenig davon, wenn sie erst am Semesterende relevante Einblicke darüber gewinnen, wie ihre Lehre wirkt und was sich noch für die jeweilige Lehrveranstaltung verbessern ließe. Manchmal ist das Kind dann schon in den Brunnen gefallen.

In dem vorliegenden Beitrag soll deshalb ein ergänzendes, formatives und qualitatives Verfahren in seinen Reichweiten und Grenzen vorgestellt werden. Die „Qualitative Zwischenevaluation“ (QZE) während des Semesters kann sowohl für Studierende als auch für Lehrende eine Bereicherung für das gemeinsame Lehren und Lernen bedeuten.

In dem Bericht wird die Methode beschrieben und ihr Nutzen aber auch die Herausforderungen aus der jeweils unterschiedlichen Perspektive aller Beteiligten – Lehrende, Studierende, Moderatoren und Moderatorinnen sowie Organisatoren und Organisatorinnen – beleuchtet. Dabei wird auf die gesammelten Erfahrungen und Evaluationsergebnisse zum QZE-Einsatz innerhalb des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes Profi-Lehre-Plus an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg zurückgegriffen.

Aus dem Inhalt

Einführung in den Beitrag; Lehrveranstaltungen aus Sicht der Studierenden betrachten lernen; Die QZE als Evaluationsmethode; Die QZE aus Sicht der Lehrenden; Die QZE aus Sicht der Studierenden; Die QZE aus Sicht der Moderatoren und Moderatorinnen; Die QZE aus Sicht der Organisatoren und Organisatorinnen; Fazit; Literaturverzeichnis.

Ein Interview zur QZE aus der Sicht einer studentischen Moderatorin


 

Ein Bericht zum Einsatz der QZE von Prof. Dr. Gerhard Ernst, Institut für Philosophie der FAU

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Einige Auszüge:

„Ich bin seit dem Sommersemester 2012 an der FAU und hatte seither in zwei Semestern die Möglichkeit für jeweils mehrere Veranstaltungen an der Qualitativen Zwischenevaluation teilzunehmen (…) Die qualitative Evaluation hat auf meine tatsächliche Lehrtätigkeit einen ungleich höheren Einfluss als die quantitative Evaluation…“

„Insgesamt bin ich mit der QZE als Unterstützung meiner Lehrtätigkeit sehr zufrieden, und ich werde dieses Instrument gerne auch in Zukunft einsetzen. Auf die quantitative Evaluation könnte ich dagegen weitgehend verzichten.“

Danksagung

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der langjährigen QZE-Moderatorin und -Trainerin Lisa Huber für die gute Zusammenarbeit und ihren Interviewbeitrag. Danke auch an Birk Müller von der Medizinischen Fakultät für die technische Umsetzung des Podcasts. Des Weiteren möchten wir uns bei Prof. Ernst, Institut für Philosophie für den QZE-Bericht, sein Interesse an der Evaluations-Methode und für seine Offenheit bedanken. Last but not least danken wir Thomas Binder und Rima Ashour vom Büro für Qualitätsmanagement der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie für ihre wertvollen Anmerkungen zu dem Text.

Das Projekt Profi-Lehre-Plus wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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