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Vorlesungen – ein Anachronismus? Teil 2: Zur Aktivierung Studierender in Vorlesungen

[caption id="attachment_147" align="alignright" width="250"] Blog-Beitrag aus unserem Archiv: Interview eines FAU-Lehrpreisträgers als Text- und Audiobeitrag.[/caption] Die Infothek Lehre - der Blog des FBZHL der FAU - wurde 2013 als Teilprojekt des BMBF-Projektes "Qualität in Studium und Lehre (QuiS)" ins Leben gerufen. Ziel ist die "Praxisorientierte Vermittlung hochschuldidaktischer Forschung an Lehrende" - so auch der Projektname. Dahiner steckt die Idee, erfolgreiche Methoden und Konzepte der Hochschuldidaktik zu bündeln und Lehrenden sowie insbesondere FAU-Angehörigen als Informationsmaterialien zur Verfügung zu stellen. Der Schwerpunkt liegt auf einem forschungsbasierten „Good Practice“-Ansatz für Hochschuldidaktik. Durch das niederschwellige Angebot und zum Teil multimedial aufbereitetes Format - beispielsweise Audio- und Video-Interviews, Foto-Dokumentationen, Screencasts) sollen neue Zielgruppen, wie Professorinnen und Professoren, erreicht werden. Zur Vermittlung der hochschuldidaktischen Methoden und Konzepte wurden vier Formate entwickelt: [su_accordion] [su_spoiler title="Leitfäden (praxisorientierte Handreichungen, insbesondere für den FAU-intern Einsatz)"]Dies sind alle bisher veröffentlichten Leitfäden: [su_feed url="/category/publikationen/leitfaeden/feed/" limit="1000"][/su_spoiler] [su_spoiler title="Berichte (längere hochschuldidaktische Falldarstellungen)"]Dies sind alle bisher veröffentlichten Berichte: [su_feed url="/category/publikationen/berichte/feed/" limit="1000"][/su_spoiler] [su_spoiler title="Aufsätze (Abhandlung theoretischer Fragestellungen)"]Dies sind alle bisher veröffentlichten Aufsätze: [su_feed url="/category/publikationen/aufsatze/feed/" limit="1000"][/su_spoiler] [su_spoiler title="hochschuldidadktische Kurzinfos (kurze Darstellungen von Good-Practice-Fällen)"]Dies sind die letzten fünf veröffentlichten Kurzinfos: [su_feed url="/category/publikationen/kurzinfos/feed/" limit="5"][/su_spoiler] [/su_accordion] Zusätzlich zu den o.g. Formaten gibt es regelmäßig Rezensionen einschlägiger (hochschul)didaktischer Literatur sowie Sonderpublikationen, wie Interviews oder Empfehlungen. Die Texte werden vom FBZHL der FAU und unserem Projektpartner Zentralinstitut für Lehr-Lernforschung (ZiLL) erstellt. [su_row] [su_column size="1/3"][/su_column] [su_column size="1/3"][/su_column] [su_column size="1/3"][/su_column][/su_row]  

Berichte_FBZHL_2_2013

Aus der Reihe

Schriften zur Hochschuldidaktik. Beiträge und Empfehlungen des Fortbildungszentrums Hochschullehre der Friedrich-­Alexander Universität Erlangen-­Nürnberg.

Jörg Stender, Universität Erlangen-Nürnberg

Zusammenfassung

Der vorliegende Bericht bildet den zweiten Teil einer vierteiligen Reihe zum Thema „Vorlesungen“. Nachdem im ersten Bericht zur Thematik herausgearbeitet worden ist, dass Vorlesungen immer noch ihre Berechtigung haben, wenn sie gut gestaltet sind (und der erste Bericht gab hierzu entsprechende didaktische Hinweise im Hinblick auf einen sinnvollen Phasenablauf einer Vorlesungssitzung), geht es im vorliegenden Text um die Frage, wie sich Interaktionen in Vorlesungssitzungen fördern und gestalten lassen.

Dazu wird ein eigener Praxisansatz in der Lehre (als „kleiner leicht zu praktizierender Wurf“) vorgestellt: Die sogen. Recaps im Rahmen eines Sandwich-Modells einer Vorlesungssitzung. Hier wird die Erarbeitungsphase einer Vorlesungssitzung in eine systematisch abwechselnde Informations- und Aktivierungsphase untergliedert. In Letzterer werden kurze Fragen, meist zur vorangegangenen Informationsphase, in Kleingruppen bearbeitet; die Studierenden erklären sich dabei den Lernstoff noch einmal gegenseitig, was für den individuellen Lernfortschritt von großer Bedeutung ist.

Anschließend werden die Lösungen zu den Recap-Aufgaben, die sich auf verschiedene taxonomische Lernzielebenen (etwa Wissen oder Anwendung) beziehen können, von einzelnen Gruppen vorgestellt. Dieser Ansatz setzt allerdings ein gutes Lernklima voraus, das gezielt zu fördern ist. Und die dadurch „verlorene“ Vorlesungszeit? Hier wird für eine Verlagerung einzelner „Stoffinhalte“ in das selbstgestützte Studium plädiert, um die dadurch gewonnene Zeit in die skizzierte didaktische Maßnahme zu investieren.