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FBZHL aktuell

Lernerzentrierte Didaktik

Das FBZHL der FAU bietet Lehrenden ein breites Seminarangebot an. Möchten Sie fachübergreifende, hochschuldidaktische Workshops zu unterschiedlichen Themen besuchen, laden wir Sie ein, im offenen Seminarangebot zu stöbern. Haben Sie bereits unser Zertifikatprogramm durchlaufen und möchten Ihre hochschuldidaktische Ausbildung ausbauen, bietet Ihnen die Vertiefungsstufe die Möglichkeit, Ihre Lehre weiter zu professionalisieren und reflektieren. Weiter finden Sie in unserem Angebot Qualifizierungsmaßnahmen speziell für die Fakultäten oder einzelne Lehrstühle/Departements der FAU. Offenes Seminarprogramm der Grund- und Aufbaustufe [su_spoiler title="Informationen zum Angebot" icon="arrow"] Lehrenden aller Bayerischen Universitäten steht unser offenes Seminarprogramm der Grund- und Aufbaustufe zur Verfügung, das wir in Kooperation mit den FBZHL der Universitäten Bamberg und Bayreuth ausrichten. Semesterweise richten wir ca. 40 Workshops zu unterschiedlichen hochschuldidaktischen Themen aus, um Dozierende zu befähigen ihre Lehre didaktisch durchdacht, kompetenzorientiert und reflektiert zu gestalten. Das Angebot sowie die Anmeldung zu einzelnen Veranstaltungen finden Sie auf der gemeinsamen Homepage der FBZHL der Universitäten Bamberg, Bayreuth und Erlangen-Nürnberg unter www.fbzhl.de. [su_tabs active="2"][su_tab title="Grund-/Aufbaustufe"] Unsere Seminare gliedern sich in Veranstaltungen der ... Grundstufe, die wir Lehrneulingen oder Dozierenden ohne hochschuldidaktisches Vorwissen empfehlen, z.B. Grundlagen der Hochschuldidaktik, Grundlagen der Rhetorik, Grundlagen des Prüfens, Evaluation und Feedback, Grundlagen der Beratung. ... Aufbaustufe, die wir Fortgeschrittenen empfehlen. Sie bauen häufig auf Wissen aus Grundkursen auf und umfassen Themen wie aktivierende Lehrmethoden, Stimmtrainings, mündliche Prüfungen, Reflexion der Lehrpersönlichkeit, Konflikt und Verhandlung.[/su_tab] [su_tab title="Bereiche"] Unsere Seminare gliedern sich inhaltlich in folgende Bereiche: Bereich A: Lehr-Lern-Konzepte z.B.: Planung einer Lehrveranstaltung, Methodeneinsatz, E-Learning, Motivation fördern, Lehre mit internationalen Studierenden Bereich B: Präsentation und Kommunikation z.B. Rhetorik, Präsentation, Visualisierung, Gesprächsfühung, Moderation Bereich C: Prüfen z.B. Konzeption und Durchführung von Prüfungen, Prüfungsrecht, Prüfungsangst Bereich D: Reflexion und Evaluation z.B. Evaluation und Feedback, Haltung und Rollenverständnis von Lehrenden, Reflexion der Lehrpersönlichkeit Bereich E: Beraten und Begleiten z.B. Studierende beraten, Sprechstunden gestalten, Gesprächsfühungstechniken, studentische Arbeiten betreuen, Konfliktmanagement[/su_tab] [su_tab title="Kosten"][su_table] Seminardauer Regulärer Preis Ermäßigter Preis* 2 Tage 80 EUR 48 EUR 1,5 Tage 60 EUR 36 EUR 1 Tag 40 EUR 24 EUR 0,5 Tage 20 EUR 12 EUR Bitte überweisen Sie die Teilnahmegebühr zeitnah. Bis 14 Tage vor Seminarbeginn haben Sie die Möglichkeit, Anmeldungen kostenfrei über unsere Webseite zu stornieren und sich bereits gezahlte Gebühren erstatten zu lassen. Eine kurzfristige Absage von Seminaren seitens der FBZHL kann aus triftigen Gründen (z. B. Krankheit der Kursleitung, geringe Anmeldezahl) vorkommen. * Ermäßigung für Teilzeitbeschäftigte bis 74,9% Arbeitszeit. Die Gebühr bezieht sich auf die Summe aller inner- und außeruniversitären beruflichen Tätigkeiten. [/su_table] [/su_tab] [su_tab title="Arbeitseinheiten"] Für jedes besuchte Seminar erhalten Sie Arbeitseinheiten (AE) in einem zugeordneten inhaltlichen Bereich. Die Anzahl der AE orientiert sich nach der Länge des Seminars - eine AE entspricht einer Seminarstunde. [/su_tab] [su_tab title="Bescheinigung"] Über den Besuch jedes Seminars stellen wir Ihnen eine Teilnahmebescheinigung aus. Es dokumentiert die Arbeitseinheiten (AE) und den inhaltlichen Bereich eines Seminars. Um eine faire Verteilung der Arbeitseinheiten zu gewährleisten, müssen wir bei Fehlzeiten von mehr als 60 min Arbeitseinheiten entsprechend der Fehlzeit (1 AE = 45 min) auf der Bescheinigung abziehen. Teilnehmende müssen mindestens 80% der Seminarzeit anwesend sein, um eine Bescheinigung zu erhalten.[/su_tab] [su_tab title="Zertifikat"]Lehrende können nach der erfolgreichen Teilnahme an unseren hochschuldidaktischen Seminaren am Zertifikatsprogramm der Bayerischen Universitäten teilnehmen, das Ihre besuchten FBZHL-Seminare dokumentiert.Bei Berufungsverfahren und Bewerbungen kann die Vorlage des Zertifikats hilfreich sein. Weitere Informationen zum Zertifikatsprogramm finden Sie hier.[/su_tab][/su_tabs] Ihre Ansprechpartnerinnen [su_row] [su_column size="1/3"]Alessandra Kenner, M.A. Telefon: 0911/65078-64801[/su_column] [su_column size="1/3"]Ramona Rappe, M.A. Telefon: 0911/65078-64805[/su_column] [su_column size="1/3"]E-Mail: fbzhl@fau.de[/su_column][/su_row][/su_spoiler] Qualifizierungsangebot der Vertiefungsstufe [su_spoiler title="Informationen zum Angebot" icon="arrow"] Lehrende, die das Zertifikat Hochschullehre der Bayerischen Universitäten der Aufbaustufe erworben haben, können sich für die Vertiefungsstufe bewerben. Mit einer geschlossenen Gruppe mit Dozierenden der Universität Bamberg und Bayreutherwerben Teilnehmende innerhalb von zwei Semestern das Zertifikat der Vertiefungsstufe und arbeiten intensiv an ihrer hochschuldidaktischen Ausbildung. Ziele, Elemente und Ablauf [su_tabs active="2"] [su_tab title="Ziele"]Ziele sind u.a. die Erweiterung der hochschuldidaktischen Kenntnisse und Fähigkeiten sowie die Reflexion der Lehrtätigkeit. Besonderen Wert legen wir auf den Transfer der Lehrinhalte in die Praxis. Mit erfolgreichem Abschluss der Vertiefungsstufe erfüllen die Teilnehmenden die bundesweiten und internationalen Standards für eine gute hochschuldidaktische Qualifikation und erweitern ihre Bewerbungsunterlagen mit Lehrportfolio und Lehrprojekt als Nachweis der Lehrqualifikation.[/su_tab] [su_tab title="Elemente"][su_table] Bestandteile Veranstaltungstyp AE Einführung/Grundlagen Lehrprojekt Präsenzseminar 8 AE Lehrprojekt Selbststudium 16 AE Lehrberatung: Kollegiale Hospitation Arbeit in 2er oder 3er Teams 14 AE Lehrberatung: Coaching Beratung durch hochschuldid. Coaches 6 AE Einführung Lehrportfolio Präsenzseminar 8 AE Erstellen eines Lehrportfolios Selbststudium 20 AE Zwischenergeb. reflektieren/Lehrportfolio Präsenzseminar 8 AE [/su_table][/su_tab] [su_tab title="Ablauf"] Im Einfühungsseminar werden Elemente für die professionelle Gestaltung der Lehre wiederholt und der aktuelle Entwicklungsstand sichtbar gemacht. Das Seminar hilft dabei, die unterschiedlichen Bestandteile der Vertiefungsstufe zu organisieren und Teams für die kollegiale Hospitation zu bilden. Darüber hinaus wird von jedem/r Teilnehmenden ein Entwurf eines Konzepts für das Lehrprojekt erarbeitet. Im Lehrprojekt entwickeln Sie ein innovatives Lehrkonzept, das Ihre Lehre bereichern wird und ein Impuls für zukünftige Lehrprojekte sein soll. Sie setzen es in die Praxis um und werten es aus. Am Ende erstellen Sie einen Bericht über das Projekt. Dieses Projekt kann in das Portfolio mit einfließen. Im Rahmen der kollegialen Hospitation besuchen sich die Teilnehmenden gegenseitig in ihren Lehrveranstaltungen. Sie geben sich Feedback und arbeiten an der Umsetzung konkreter Ziele wie dem Einsatz von Medien oder Methoden. Obligatorischer Bestandteil der kollegialen Hospitation ist die Erstellung eines max. zweiseitigen Reflexionsberichts über den Hospitationsprozess. Sie haben die Möglichkeit, im Rahmen der Vertiefungsstufe ein Coaching oder eine Lehrberatung im Umfang von drei Stunden in Anspruch zu nehmen. Das Coaching wird von erfahrenen Coaches bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des FBZHL durchgeführt. Bestandteil kann ggf. eine Hospitation durch einen Mitarbeitenden des FBZHL sein. Durch ein Tagesseminar werden Sie in die Arbeit mit dem Lehrportfolio eingeführt. Im Rahmen des Lehrportfolios – in der Regel ein Text von 7-10 Seiten – können Sie Ihre eigene Lehrtätigkeit reflektieren und dokumentieren. Dabei haben Sie die Möglichkeit, Ihr persönliches Lehrprofil für Bewerbungen darzustellen. Im Verlauf der zwei Semester erstellen Sie mit professioneller Begleitung die wichtigsten Bausteine zu Ihrem individuellen Portfolio. Im Präsenzseminar Zwischenergebnisse gemeinsam reflektieren gibt es die Möglichkeit für die Teilnehmenden, den Stand des Lehrprojekts darzustellen bzw. sich Feedback und Anregungen für die Arbeit zu holen. Hier können auch aktuelle Fragen zur Vertiefungsstufe und ihren Bestandteilen, die im Laufe der Arbeit entstanden sind, geklärt werden. Zusätzlich findet an diesem Tag eine halbtägige Schreibwerkstatt zum Lehrprotfolio mit kompetenter Betreuung statt. [/su_tab] [/su_tabs] Ihr Ansprechpartner [su_row] [su_column size="1/3"]Dr. Uwe Fahr Telefon: 0911/65078-64802 E-Mail: uwe.fahr@fau.de[/su_column] [su_column size="1/3"][/su_column] [su_column size="1/3"][/su_column][/su_row][/su_spoiler] Fakultätsspezifisches Seminarprogramm und Inhouse-Schulungen [su_spoiler title="Informationen zum Angebot" icon="arrow"] Im Zuge des bayernweiten Projektes ProfiLehrePlus bieten wir interessierten Fakultäten und Lehrstühlen der FAU auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene hochschuldidaktische Seminare an. [su_tabs active="2"] [su_tab title="Mögliche Themen"] Wir erarbeiten gemeinsam mit Ihnen den Schwerpunkt der Fortbildung. Bisher haben wir u.a. Seminare zu folgenden Themen angeboten: Prüfen in der Medizin, Fallstudien in den Wirtschaftswissenschaften, Tafelarbeit in den MINT-Fächern oder die lehrstuhlinterne Erarbeitung eines Korrekturbogens für Hausarbeiten in den Geisteswissenschaften sein.[/su_tab] [su_tabs active="2"][su_tab title="Vorgehen"] Sie interessieren sich für unser Angebot? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf! Wir vereinbaren einen Termin und besprechen gemeinsam, welchen besonderen Fortbildungsbedarf Sie, Ihr Lehrstuhl oder Ihre Fakultät haben. Je nach Bedarf unterstützen wir Sie bei der Konzeption, Organisation und Durchführung der gewünschten Fortbildungsmaßnahmen. Nach Abschluss der Fortbildung besprechen wir den Erfolg der Maßnahme sowie eventuell weiterführende Seminare. Eine Evaluation gibt Aufschluss darüber, ob bzw. wie die Qualifikation verändert oder angepasst werden muss.[/su_tab] [/su_tabs] Ihre Ansprechpartner [su_row] [su_column size="1/3"]Dr. Christa Baldioli Telefon: 0911/65078-64804 (Donnerstag) bzw. 08161/146991 E-Mail: christa.baldioli@fau.de[/su_column] [su_column size="1/3"]Dr. Dirk Jahn Telefon: 0911/65078-64803 (Dienstag bis Donnerstag) E-Mail: dirk.jahn@fau.de[/su_column] [su_column size="1/3"] Dieses Vorhaben wird durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01 PL 11028D gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Internetseite liegt beim Autor. [/su_column][/su_row] [/su_spoiler]

Kurzinfos_FBZHL_2-2013-ZFHE-2010-3-105

Aus der Reihe

Aus der Reihe: Schriften zur Hochschuldidaktik. Beiträge und Empfehlungen des Fortbildungszentrums Hochschullehre der Friedrich-­Alexander Universität Erlangen-­Nürnberg.

Inske Preissler, Rainer Müller, Jochen Hammerschmidt, Stephan Scholl, TU Braunschweig

Studienfächer: Geistes- und Erziehungswissenschaften, Maschinenbau > übertragbar auf andere Fächer

Quelle

Zeitschrift für Hochschulentwicklung (FZHE), Jg. 5 / Nr. 3 (September 2010), S. 105–115

http://www.zfhe.at/index.php/zfhe/article/view/35

Problembeschreibung / Zieldefinition

An vielen deutschen Universitäten dominiert eine Lehrpraxis, die, wenn sie ausschließlich angewandt wird, nicht immer optimal ist: oft beherrschen klassische Vorlesungen und Übungen den Alltag der Studierenden, vermehrt wird sogenanntes „träges“ Wissen produziert.

Anwendungsorientierte und berufsnahe Fertigkeiten und überfachliche Kompetenzen dagegen bleiben zuweilen auf der Strecke, was bei Disziplinen mit kurzer Halbwerts¬zeit der Fakten fatal sein kann.

Aus diesem Grunde ist eine Orientierung in Richtung Lernerzentrierung empfehlenswert: Lehrende konzipieren ihre Inhalte so, dass die Studierenden zu einer aktiven Auseinandersetzung mit den Inhalten angeregt werden und die Gelegenheit haben, sich statt träges Wissen anwendungsorientierte Fertigkeiten anzueignen.

An der TU Braunschweig wurde dies beispielhaft für die Disziplinen Physikdidaktik sowie Chemische und Thermische Verfahrenstechnik realisiert – ein Konzept, das auch einzeln und in anderen Disziplinen umgesetzt werden kann.

Herangehensweise / Lösungsansatz

An der TU Braunschweig wurden im Rahmen eines Gesamtkonzepts für eine Veranstaltung der Physikdidaktik sowie der Chemischen und Thermischen Verfahrenstechnik folgende Maßnahmen der Lernerzentrierung konzipiert:

Lernerzentrierte Didaktik

Lernerzentrierte Didaktik

Realisierung von kontext- und praxisorientierten Inhalten

Jedes Oberthema der Veranstaltung wurde in ein Problem oder einen Sachverhalt eingebettet, der Bezug zur Lebenswirklichkeit oder Berufspraxis hat. Beispielswei-se wurde das Thema Verdampfen eingeleitet über das Brennen von Alkohol mittels einer kleinen Destillerie. Die Studierenden haben so die Möglichkeit, sich kontextorientiert dem theoretischen Inhalt zu nähern. Ergänzend wurden kontextorientierte Übungen als Hausaufgaben angeboten.

10-minütige englische Wiederholung der Inhalte zu Beginn jeder Sitzung durch die Studierenden

Um den Studierenden diese anfangs schwierige Aufgabe zu erleichtern, bekamen sie am Ende der letzten Sitzung englischsprachige Stichwortkarten, mit deren Hilfe sie sich vorbereiten konnten. Neben der Schulung der Englischkenntnisse und der Präsentationsfertigkeiten stärkt dies die aktive Auseinandersetzung mit den Lerninhalten und das Verständnis des Stoffes.

Semesterbegleitendes Projekt

Hier bekamen die Studierenden die Aufgabe, als künftige MitarbeiterInnen eines Ingenieurbüros ein praktisches Problem zu lösen, selbstständig und über einen längeren Zeitraum hinweg. Sie erarbeiteten in Kleingruppen außerhalb der Präsenzzeit eine Präsentation und erhielten fachliche Rückmeldung und Feedback zu ihren Präsentationsfähigkeiten. Neben den fachlichen Inhalten werden dabei zahlreiche überfachliche Qualifikationen geschult, z. B. Kooperations- und Selbstmanagementkompetenzen.

Verbesserung der Gesprächs- und Fragekultur

Da die mangelnde Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden ein großes Hindernis für einen aktiven Lernprozess darstellt, wurde eine besonders offene Gesprächs- und Fragekultur eingeführt: Die Studierenden erhielten Namensschilder, mit denen sie angesprochen werden konnten. Mittels Fragekarten lernten sie Fragen zu stellen: Jede/r schrieb eine Frage, die sie/er zu einem Inhalt hatte, auf eine Karte. Diese wurden eingesammelt und gemeinsam mit der Lehrperson be-antwortet. Zudem wurden während der Veranstaltung immer wieder Fragen gestellt, sowohl von Seiten der Studierenden als auch von Seiten der Lehrperson.

Weitere Maßnahmen des Gesamtkonzepts

die hier nur erwähnt werden sollen: Nutzung eines Seminarraums statt eines Vorlesungssaals, um verschiedene Arbeitsformen umsetzen zu können; maximal 30-minütige Vorträge der Lehrenden am Stück; mindestens eine aktivierende Methode pro Termin; Verbesserung der Erreichbarkeit der Lehrenden auch außerhalb des Seminars.

Aufwand

An der TU Braunschweig dauerte die Vorbereitung zu dem Gesamtkonzept etwa ein Jahr, und dies mit zwei halben wissenschaftlichen Stellen (jeweils eine für die fachlichen und die didaktischen Fragen).

Art der Evaluation, Erfolgsfaktoren und Resultate

Die Befragung von 22 Studierenden, die an der Veranstaltung teilgenommen haben, ergab insgesamt ein positives Bild des Gesamtkonzepts: Die englischen Wiederholungen wurden als gewinnbringend empfunden; das semesterbeglei-tende Projekt wurde gut angenommen, bemängelt wurde aber der hohe Zeitauf-wand der Präsentation; die Frage- und Gesprächskultur wurde nicht nur von den Studierenden als „großes Plus“ beschrieben.

Ein Wissenstest zu drei Zeitpunkten (zu Beginn der Veranstaltung, nach der Hälfte der Sitzungen und am Ende des Semesters) zeigte eine Verbesserung gegenüber einer Kontrollgruppe, die lediglich die klassische Vorlesung besucht hatte. Auch die Prüfungsnoten waren signifikant besser als bei der Kontrollguppe (1,78 vs. 2,77). Zusammenfassend lässt sich von einem Erfolg der Maßnahme sprechen, der sich nicht nur in den subjektiven Beurteilungen der teilnehmenden Studieren-den niederschlägt, sondern auch in objektiven Leistungskriterien.

Empfehlungen

An der TU Braunschweig ist es gelungen, den Umfang der Lerninhalte beizubehalten und allein durch die Wahl der Methoden ein besseres Abschneiden in den Prüfungen zu erreichen. Sicherlich ist dies auch auf die große Vielfalt und Umfänglichkeit der neuen Maßnahmen zurückzuführen; auf der anderen Seite wäre die Implementierung nur einzelner der hier vorgestellten Maßnahmen der Lernerzentrierung förderlich.

Verallgemeinerbarkeit

Die erprobten Veränderungen sind exemplarisch für vergleichbare Studiengänge.