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Angebot

Fakultätsspezifisches Programm

261 Studiengänge an fünf Fakultäten – die FAU Erlangen-Nürnberg verfügt als Volluniversität über ein sehr breites Fächerspektrum. Das spiegelt sich auch in den didaktischen Rahmenbedingungen der Lehre wider: Vorlesungen in den Wirtschaftswissenschaften, ein philosophisches Seminar, Rechenübungen in der Mathematik oder die Arbeit mit Studierenden im Labor oder am Seziertisch – all das sind typische Lehrszenarien an der FAU, die sich aber grundsätzlich unterscheiden.

Für Dozentinnen und Dozenten bringen verschiedene Lehrformate unterschiedliche didaktische Anforderungen mit sich. Deshalb entwickeln wir gemeinsam mit und für einzelne Lehrende, Lehr-Teams, Lehrstuhlinhabende, Modulverantwortliche oder Mitarbeitende des Qualitätsmanagements Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre. Das können Schulungen zu einem bestimmten Thema, Beratungs-, Coaching und Hospitationsangebote sowie E-Learning-Einheiten sein.

Wir bieten Ihnen

  • Beratung und Coaching bei der Entscheidung für die passende Weiterbildungsmaßnahme und bei didaktischen Fragestellungen in Ihrer Lehre.
  • Wir moderieren Entscheidungsprozesse in Lehrteams.
  • Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung Ihrer Lehrprojekte.
  • Wir gehen auf Ihre individuellen Fragestellungen und didaktischen Rahmenbedingungen in der Lehre ein.

So arbeiten wir

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht oder Ihren Anruf, wenn Sie eine hochschuldidaktische fachspezifische Frage- oder Problemstellung haben. In einem Beratungsgespräch klären wir Ihren Bedarf und diskutieren geeignete Maßnahmen.

Wir konzipieren gemeinsam mit Ihnen und/oder externen Expertinnen bzw. Experten die Maßnahme und setzen diese um.

Die Maßnahme wird vom FBZHL evaluiert und gegebenenfalls weiterentwickelt. Informationen zu unserem Forschungsansatz finden Sie hier.

Best Practice Beispiele

Anhand bereits erfolgreich umgesetzter Maßnahmen wollen wir Ihnen exemplarisch unsere Arbeitsweise und Einblicke in mögliche Fragestellungen geben:

Die Philosophische Fakultät zeichnet sich durch ihre speziellen Lehrformate, kleine Gruppen und Seminare aus. Die herkömmlichen schriftlichen Evaluationen zum Ende des Semesters stießen sowohl bei Dozierenden wie bei Studierenden auf großen Widerstand.

Deshalb wurde in Zusammenarbeit mit dem Qualitätsmanagement der Philosophischen Fakultät ein neues Evaluationsverfahren – die qualitative Zwischenevaluation (QZE) – erprobt und inzwischen als ein Standardevaluationsverfahren eingeführt. Die QZE wird idealerweise nach dem ersten Drittel der Lehrveranstaltung von einem(r) studentischen Moderator(in) durchgeführt und liefert so bereits während des laufenden Semesters wichtige Informationen an die Lehrenden. Durch den Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden über die Evaluationsergebnisse profitieren beide Seiten davon, dass sie sich mit dem Lehr-und Lernprozess aktiv auseinandersetzen.

Einen Erfahrungsbericht zur QZE finden Sie auf unserem Blog.

Nachdem einige Lehrende des Departments für Sportwissenschaft und Sport (DSS) am FBZHL ein Seminar zum Thema „Kompetenzorientiert Prüfen“ besucht hatten, ergab sich die Anfrage, ob diese Schulung nicht speziell für die Sportwissenschaften angeboten werden könnte.

Im Laufe der Bedarfserhebung für das Angebot zeigte es sich jedoch, dass innerhalb des Departments die Frage nach einem für die Sportwissenschaften geeigneten Kompetenzmodell noch nicht geklärt war und ein Seminar zu kompetenzorientiertem Prüfen die entscheidenden Fragen nicht klären würde.

Daraufhin wurde in einem Prozess, an dem das gesamte Department beteiligt war und der durch eine externe Moderatorin des FBZHL begleitet wurde, ein gemeinsames Kompetenzmodell entwickelt und durch verschiedene weitere Maßnahmen ergänzt. Das Department begleitend zu dieser Maßnahme zahlreiche weitere Maßnahmen und Projekte zur Verbesserung der Lehre eigenständig initiiert und durchgeführt.

Case Studies eignen sich in den Wirtschaftswissenschaften gut als Lehrmethode, wenn Studierende anhand eines fiktiven, historischen oder realen Falles Lösungen erarbeiten sollen. Wie Lehrende des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften Case Studies für ihren Unterricht konzipieren und einplanen, lernten sie in einem vom FBZHL ausgerichteten Workshop.

Initiiert wurde das Seminar durch einzelne Lehrende, die sich für die Fallmethode interessierten und mit dem FBZHL Kontakt aufnahmen. Die Veranstaltung wurde explizit für Unterrichtende am Fachbereich ausgeschrieben und intern über das Qualitätsmanagement beworben.

In einer Anfrage des Qualitätsmanagements der medizinischen Fakultät sollte das Repetitorium zur Vorbereitung der Studierenden auf das 2. Staatsexamen durch Lehrhospitationen verbessert werden. Alle 56 Dozentinnen und Dozenten, die im Rahmen des Repetitoriums unterrichteten, hatten die Möglichkeit, einen medizindidaktischen Workshop und im Anschluss daran eine Lehrhospitation in Anspruch zu nehmen und individuelles Feedback von Mitarbeitern des FBZHL zu erhalten. Die Maßnahme wurde von den Lehrenden gut angenommen und führte zu einer Verbesserung der studentischen Evaluationsergebnisse.

Abschlussarbeiten und Projekte werden an vielen Lehrstühlen von Doktoranden betreut. Ein Lehrender der Technischen Fakultät wandte sich an uns, da er das Seminar “Projekt- und Abschlussarbeiten betreuen” in unserem Programmheft entdeckt hatte, aber der Workshop bereits ausgebucht war. Da weitere Lehrstuhlmitarbeitende ebenfalls Interesse an dem Thema hatten, fragte er an, ob das Seminar auch nur für die MitarbeiterInnen des Lehrstuhls angeboten werden könnte.

Bei genauerer Nachfrage stellte sich heraus, dass neben der Frage, wie Abschlussarbeiten gut betreut werden können v.a. die Frage im Vordergrund stand, wie innerhalb des Lehrstuhls eine einheitliche Betreuung gewährleistet werden kann und wie Qualitätsstandards für die Betreuung aussehen sollten. Außerdem ging es darum, bei häufig wechselnden MitarbeiterInnen gleichbleibende Qualität in der Betreuung aufrecht zu erhalten.

Daraus wurde ein speziell auf diese Fragestellung zugeschnittenes Seminarkonzept entwickelt. Am Seminar nahmen daraufhin nicht nur wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teil, sondern auch Entscheidungsträger, die die nachhaltige Umsetzung der im Kurs entwickelten Standards künftig gewährleisten können.

Das FBZHL verfasste einen universitätsweiten Leitfaden zur kompetenzorientierten Formulierung von Lernzielen. Zusätzlich richtete das FBZHL an der Technischen und Naturwissenschaftlichen Fakultät Schulungen für Modulverantwortliche zur Lernzielformulierung für Modulhandbücher aus. Weiter wurde der Leitfaden für beide Fakultäten inhaltlich angepasst (z. B. Naturwissenschaftliche Fakultät).

Im Rahmen der Akkreditierung verschiedener Studiengänge war es notwendig, die Modulhandbücher zu überarbeiten. Zur Unterstützung der Modulverantwortlichen erarbeitete das FBZHL in Absprache mit dem Referat für Lehre und Studium sowie dem Qualitätsmanagement der FAU einen Leitfaden zur kompetenzorientierten Formulierung von Lernzielen. Aufgrund der großen Nachfrage von anderen Universitäten wurde der Leitfaden zusätzlich ins Englische übersetzt.